Spürst du's schon?

Spürst du's schon? - Laura & Sarah

Emotionen sind wertvoll - sie zeigen uns, wo wir hinschauen dürfen und stoßen Veränderungen an.  Anhand von Geschichten aus unserem Leben fragen wir uns mit dir: Wie kann ich meine Emotionen besser spüren, annehmen, verarbeiten und für mich sinnvoll nutzen?  Mit praktischen Übungs-Tipps und viel Herz und Humor. Spürst du's schon? Du findest uns auf Instagram unter @spuerst_dus_schon_podcast

17 - Wo ist der Pauseknopf?
Mar 18 2022
17 - Wo ist der Pauseknopf?
Heute sprechen wir über unterschiedliche Reaktionsarten auf Situationen, in denen wir uns unwohl, unsicher oder überfordert fühlen. Oft haben wir die Tendenz aus dem Affekt heraus direkt zu reagieren. Wir besprechen heute, wie du in solchen Situationen achtsamer mit dir und somit auch deinem Gegenüber umgehen kannst. 📞 Egal ob auf Arbeit, beim Nachrichten schreiben, beim Telefonieren oder in Person: wenn wir mit einer Situation konfrontiert sind, die uns unangenehm berührt, haben wir oft die Tendenz eine Art "Sofortreaktion" an den Tag zu legen. Das bedeutet oft, zuzustimmen, obwohl das nicht unseren Bedürfnissen entspricht, oder gar nicht zu reagieren. Manchmal heißt es auch, dass du dein Gegenüber angreifst oder komplett in die Vermeidung gehst. 🔎 Wir möchten dich ermutigen, deine Reaktionen zu beobachten, um von solchen unbewussten Sofortreaktionen, wenn auch erst durch Korrektur im Nachhinein, wegzukommen. Denn am Ende verletzt du dich damit nur selbst, wenn du anderen zustimmst, sie zufriedenstellt, etc. und dabei deine eigenen Bedürfnisse missachtest. ⏸️ Bei den achtsamen Reaktionen ist die Königsdisziplin, live im Gespräch zu erkennen, dass Grenzen überschritten werden, und das direkt zu kommunizieren. Viel wahrscheinlicher ist es, dass du erst mal spürst, dass du dich überfordert oder unwohl fühlst - auch wenn du noch nicht genau sagen kannst, warum. Hier kann es hilfreich sein, kurz mal den Pauseknopf zu drücken. Sag deinem Gegenüber, dass du merkst, dass das Gespräch etwas mit dir macht und du dir kurz einen Moment zum Einchecken mit dir selbst nehmen möchtest. 💬 Und wenn du erst im Nachhinein merkst, dass du im Affekt gehandelt hast, wenn die Situation vorbei ist: das ist voll in Ordnung und total menschlich. Entscheidend ist, was du mit der Erkenntnis machst. Idealerweise kannst du das Erkannte deinem Gegenüber noch mal sagen und somit aus einer Sofortreaktion eine achtsame Reaktion machen. Sei mutig und trau dich, es auszusprechen! -----------------------------------------------Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
16 - Hose runter
Mar 4 2022
16 - Hose runter
Heute sprechen wir über "niedere" Emotionen. Hiermit meinen wir Gefühle, die wir als unangemessen, schamvoll oder unwillkommen empfinden. Das können verschiedene Emotionen sein: Neid, Scham, Eifersucht, Missgunst. Wir möchten dich mit dieser Folge ermutigen, alle Emotionen in deinem Leben zu akzeptieren und willkommen zu heißen - auch solche, die du nicht gern zu Gast hast. Das Thema der "niederen" Emotionen beginnt mit dir selbst: Selbstakzeptanz darf hier die erste Reaktion sein, denn die "niederen" Emotionen sind genauso normal und menschlich wie Freude und Neugier. Scham oder Schuld bezüglich Emotionen sind uns anerzogen worden. Du darfst dich davon frei machen und dir selbst die Erlaubnis erteilen, alle Emotionen spüren und haben zu dürfen. 🥰  Sarah erzählt von ihrer aktuellen Erfahrung mit Erwartungsdruck, Schuldgefühlen, Ungeduld, Scham und Wut. Nach Ihrer Rückkehr nach der längeren Reise war sie mit Gefühlen konfrontiert, die sie sich selbst zunächst nicht erlauben konnte. Diese Lektion ist eine ganz wichtige: deine Emotionen sind nicht nur in gesellschaftlich akzeptablen Situationen okay, sondern auch dann, wenn das Gefühl der Situation gegenüber unangebracht scheint. Es gibt keine "falschen" Gefühle. Wie so oft in der Gefühlswelt geht es bei diesem Thema also zunächst um die Akzeptanz deiner Gefühle und dann um das Mitteilen oder genereller um das sich darum Kümmern. "Unbequeme" Emotionen aussprechen zu können, ist unglaublich wichtig und befreiend. Gleichzeitig ist es gut, sich zu vergegenwärtigen, dass die angesprochenen Emotionen ggf. bei unserem Gegenüber auch etwas auslösen. Hier gilt: je reflektierter dein:e Gesprächspartner:in und je fähiger der Mensch ist, seine eigenen Gefühle und Gedanken ehrlich und transparent zum Ausdruck zu bringen, desto konstruktiver das Gespräch. An der Stelle möchten wir dir auch die Erinnerung mitgeben, dass alle Emotionen vergänglich sind und ein Durchleben viele Vorteile mit sich bringt. Auch die "niederen" Emotionen anzunehmen, zuzulassen und zu durchleben ist eine wertvolle Erfahrung, die im Nachgang Erleichterung und Ruhe mit sich bringt. Und verdrängte Emotionen suchen sich sonst den körperlichen Weg, um zum Ausdruck zu kommen.  Also: lass die Hose runter, mach dich verletzlich, stelle dich auch deinen "niederen" Emotionen und kommuniziere diese mit deinen Herzmenschen 👖 -----------------------------------------------Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
15 - Listen to your heart
Feb 19 2022
15 - Listen to your heart
Wir sind wieder da! Nach unserer Abwesenheit freuen wir uns riesig, unsere Gedanken wieder mit dir teilen zu dürfen 🙏 ❤️ Heute sprechen wir über das Herzöffnen. Wie kannst du dein Herz dir selbst und anderen gegenüber aufmachen um Nähe und Verbindung zu spüren? ❤️ Der erste Schritt, um dein Herz anderen Menschen gegenüber zu öffnen, ist mit dir selbst in Verbindung zu treten und mit dir selbst im Reinen zu sein. Es braucht eine stabile Basis und eine Grundvertrauen zu dir selbst, um den Mut zu haben, anderen Menschen herzoffen zu begegnen. Wenn du darauf vertrauen kannst, dass es dir auch alleine gut geht, falls Menschen, mit denen du in inniger Verbindung stehst, wegfallen, kannst du dein Herz mutig immer weiter aufmachen. Eine weitere Zutat ist Vertrauen zu den Menschen, denen du dein Herz öffnen möchtest. Nur wenn Vertrauen da ist, fühlt es sich sicher und richtig an, aufzumachen. Auf diesem Grund ist es normal, dass du mit der Zeit immer inniger und verbundener mit deinen Liebsten wirst. Also erlaub dir, dir die Zeit zu nehmen und setz dich nicht unter Druck. Akzeptiere, dass Verbindung dann entsteht, wenn wir bewusst und präsent Zeit mit unseren Liebsten verbringen.  Als nächstes sprechen wir darüber, wie es sich anfühlt dein Herz zu öffnen und in welchen Situationen wir dies bei uns selbst erleben durften. Sarah spricht darüber, wie sie sich durch Yoga und Meditation mit sich selbst verbindet, um ihr Herz dann bewusst ihrer Partnerin zu öffnen. Vor allen Dingen nach einer längeren räumlichen Trennung ist es wichtig, sich aktiv für die Wiederverbindung zu entscheiden. Sarahs Visualisierung ihres offenen Herzens ist die Öffnung einer Knospe in eine wunderschöne Blume. Für Laura fühlt sich das Öffnen ihres Herzens an, als ob sie in einer Badewanne mit der perfekten Wassertemperatur versinkt. Ein großer Teil des Herzöffnens ist auch, sich immer wieder Zeit zu nehmen, um mit sich selbst einzuchecken und somit ein Bewusstsein für die Verbindung mit sich und anderen zu schaffen. Laura zum Beispiel nimmt sich in Gesprächen immer wieder für einen Moment raus und spürt in ihre Herzregion hinein, um die Verbindung, Intimität und Nähe in dem Moment zu spüren und zuzulassen. Wir wissen, dass es beängstigend sein kann, sich aufzumachen. Sich fallen zu lassen. Und wir können dir versprechen, dass es sich absolut lohnt. Wir laden dich ein, dich mit dir und deinem Umfeld zu verbinden und somit mehr zu erleben und zu spüren.❤️ Tipp: Nutz unsere kleine Herzöffner-Meditation und mach es dir zu einem Ritual, sie regelmäßig zu hören, so kommst du Schritt für Schritt zum Ziel. ❤️ -----------------------------------------------Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
14 - Ready. Steady. Go!
Dec 31 2021
14 - Ready. Steady. Go!
Heute gibt's Pep Talk auf die Ohren! Wir reflektieren das Jahr, schauen auf unsere Erfolge und Gelerntes zurück und fassen für dich zusammen, was du dir daraus für dich mitnehmen kannst. Wir laden dich ein, diese alternative Übung zu Neujahrsvorsätzen mit uns zu machen und Mut, Stärke und Sicherheit aus deinen Errungenschaften von diesem Jahr für die Abenteuer im kommenden Jahr zu ziehen. 🏢 Beruflich🎙️ Podcast gegründet - Träume verwirklichen und "einfach" anfangen.⏱️ Grenzen bei der Arbeitszeit gesetzt - die "Spielregeln" selbstbestimmt anpassen.🎪 Retreat-Businesskonzept umgestellt - flexibel sein und offen für Anpassungen bleiben.🔥 Selbstständigkeit gestartet - neue Ideen ausprobieren, deine Passion finden und dann einfach loslaufen.🌎 Business-Welten zusammengeführt - mutig sein und schauen, wie du mehr das machen kannst, was du liebst.🌈 Privat⏸️ Virginuary - Zeit für dich selbst und Fokus auf die eigene Lust ohne äußere Einflüsse.🚨 Grenzen gesetzt & losgelassen - Menschen verabschieden, die dir nicht gut tun/ dich nicht bereichern oder nähren.  👶 Innere Kind Arbeit begonnen - eigene Glaubenssätze, Muster und Schutzstrategien aufarbeiten und neue Wege finden.  🎓 Bereits gemeisterte Themen kehrten zurück - nicht als "Rückfall" verurteilen, sondern mit Verständnis und Liebe betrachten.🤝 Hilfe in Anspruch genommen - du musst nicht alles allein schaffen und mit etwas Unterstützung geht's gleich leichter. 🧘‍♀️ Auf unsere Intuition gehört - Vertrauen in unser Bauchgefühl und unsere Gefühle entwickeln. ☯️ Power-Dynamiken umgedacht - (sexuell) mehr in die Führung gehen und neue Perspektiven ausprobieren. Und generell: eine Balance zwischen männlichem und weiblichem Pol/ Eros und Logos finden für mehr Ausgeglichenheit.  ❤️ Selbstakzeptanz gestärkt -  innere:n Kritiker:in zur Kenntnis nehmen und trotzdem liebevoll und annehmend mit uns sein. Was waren deine Erfolge und Lektionen dieses Jahr? Was davon nimmst du dir mit ins neue Jahr? Wovon möchtest du mehr in deinem Leben, wovon weniger? Wir wünschen dir viel Spaß bei der Reflektion und freuen uns darauf, dich nach einer Winterpause im Februar 2022 wieder mit neuen Impulsen zu versorgen - danke, dass du hier bist!-----------------------------------------------Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
13 - Tanz aus der Reihe
Dec 27 2021
13 - Tanz aus der Reihe
Beziehungssorten Teil 2. In dieser Folge greifen wir das Thema "Beziehungssorten" noch mal auf und plaudern aus dem Nähkästchen. Wir sprechen über die neuen Beziehungssorten, die wir ausprobiert haben und bisher unerprobte Konzepte, die wir in bestehende Verbindungen eingebracht haben. Laura spricht zuerst über das Aufmachen ihrer vorher sexuell exklusiven Verbindung (ein Hoch auf die Lockdown-Liebschaft!) und die Gefühle, die bei ihr damit einhergingen. Hierbei ging es vor allen Dingen darum, das richtige Maß an offener Kommunikation zu finden und aufkommende Emotionen wie Verlustangst zuzulassen. Wir besprechen die Paradoxe, zu wissen, dass der Mensch langfristig nicht der richtige ist und trotzdem ein Risiko zu spüren, denjenigen zu verlieren. Außerdem geht es darum, inwiefern wir emotional "besetzt" sind und wann wir offen für Neues sein können. Hierbei geht es vor allen Dingen darum, uns selbst die Erlaubnis zu geben unsere Bedürfnisse zu verfolgen. Kommunikations- und Reflektionsfähigkeit beider Leute sind hier das A und O für den Erfolg. Als nächstes geht Laura auf ihre erstmalige Erfahrung ein, mehrere Menschen gleichzeitig zu daten. Das für sie bisher neue Konzept verlangt ihr oft Mut und Selbstvertrauen ab und auch hier sind Ehrlichkeit, Transparenz und Wertschätzung in der Kommunikation der Schlüssel. In Lauras Erfahrung schallt es dabei so aus dem Wald heraus, wie sie in ihn hinein ruft. Dementsprechend ist sie beim sich Ausprobieren auf viel Wohlwollen, Neugier und Offenheit gestoßen. Auch Sarah hat Erfahrungen im mehrere-Menschen-gleichzeitig-Dating gemacht. Hierbei durfte sie vor allen Dingen viel Rückgrat entwickeln, um in der Kommunikation ihrer Bedürfnisse standfest zu bleiben. "Mich gibt es so und nicht auf eine andere Weise" war die Devise - was nicht immer für alle Menschen passte. Um Rechtfertigungen zu vermeiden, musste sie oft Grenzen kommunizieren und riskieren, den anderen zu verlieren. Sarah hat gelernt, sich selber treu zu bleiben - auch wenn sie manche Menschen dafür auf der Strecke lassen musste. Für sie verkörpert dies vor allen Dingen Freiheit. Zentrale Themen bei diesem Konzept sind also auch Mut, Überwindung und vor allen Dingen Übung - denn nur durch die Übung lernen wir mehr und mehr, uns selbst treu zu bleiben und für unsere Wünsche einzustehen. Eine wunderschöne Lehre aus diesen Erfahrungen für uns war, dass es sich absolut lohnt, Menschen loszulassen, die nicht die gleiche Vorstellung von Beziehungssorte und Kommunikation haben. Denn wie haben beide die Erfahrung gemacht, dass andere Menschen in unser Leben gekommen sind, die bereit sind unsere Grenzen zu wahren, die gut mit uns kommunizieren und die ähnliche Vorstellungen von Verbindung haben. Es gibt Menschen, die dich genauso mögen, wie du bist. Für die du dich nicht verbiegen musst. Menschen, die bereit sind, dir den Raum zu geben und dich zu akzeptieren, wie du bist. Also trau dich, dich zuzumuten, viel Raum einzunehmen und herauszufinden, was möglich ist. Bei Sarah ging es dieses Jahr ganz viel ums Umlernen. Sie hat sich von einem Narzissten losgelöst, der ihre Grenzen nicht gewahrt hat. Sie hat sich nicht mit weniger zufrieden gegeben und hat einen Menschen, in den sie verliebt war, losgelassen, der nicht auf ihre Bedürfnisse eingehen konnte (wollte?). Heute hat sie einen Menschen in ihrem Leben, an der sie unglaublich viel umlernen darf: eine polyamore Frau, die eine weitere Partnerin hat und das allein bringt ganz viele spannende Lektionen mit sich. Gleichzeitig ist diese Frau wahnsinnig offen, wertschätzend und transparent in der Kommunikation und ist Sarah darin ein Vorbild. Sarah fühlt sich hier komplett sicher darin, alles anzusprechen und Ängste mit ihrer Gegenüber zu teilen. Das gibt ihr unglaublich viel Sicherheit und Gelassenheit. Auch Laura durfte dieses Jahr lernen, wie es sich anfühlt, komplett so akzeptiert zu werden, wie sie ist. Mit einem alten-Bekannten-dann-Liebhaber hat sie erfahren, wie es sich anfühlt zu 100% sie selbst sein zu können und stets dafür akzeptiert zu werden. Das hat Laura auch noch mal gezeigt, wie ungewohnt esgfür sie war, sich nicht anpassen zu müssen, und das war eine sehr wertvolle Lektion. Und an das Gefühl, sich nicht verbiegen zu müssen, darf Laura sich weiterhin noch gewöhnen, denn die erste Emotion darauf war Überraschung und Verwirrung ;)  Zu guter Letzt wollen wir euch hier mitgeben, dass es sich absolut lohnt, vor allen Dingen bestehende Beziehungen umzumünzen und für eure Bedürfnisse einzustehen. Ja, ihr tanzt dann einen anderen Tanz mit euren Mitmenschen als bisher. Und dabei gebt ihr euren Gegenübern die Chance, die neue Choreografie zu lernen. Und manche werden die Choreo nicht lernen wollen, weil der bekannte Tanz aufgrund seiner Erprobtheit bequemer ist. Und das ist auch okay. Denn diejenigen zu finden, die zum gleichen Takt mittanzen ist ein Geschenk. Und wir wissen für uns: Wir wollen nicht mehr zurück. Wir haben einen neuen Standard. Wir wollen uns nur noch mit Menschen umgeben, die uns so nehmen, wie wir sind, und mit ihnen durchs Leben tanzen. Also: Schwing das Tanzbein, lern eine neue Choreografie und finde deinen neuen Standard 💃
12 - Vanille oder Schoko?
Dec 10 2021
12 - Vanille oder Schoko?
Heute geht's um Beziehungen - wie sieht die für dich passende Version aus? Und wir meinen damit nicht nur Beziehungen zu romantischen Partner:innen, sondern alle Formen von Beziehungen zu unseren Liebsten. Was gibt es für "Sorten" im Beziehungsladen namens Leben und erlauben wir uns, die Kombination zu wählen, die uns wirklich schmeckt? 👨🏻❤️👩🏻 Zuerst geht's um unsere gelernten Prägungen. Welche Beziehungsformen sehen wir als "normal" und allgemein akzeptiert. In unserer Kindheit und als Teenager streben wir nach Sicherheit und Anerkennung in der Gruppe und daher übernehmen die meisten von uns erst einmal die gesellschaftlich anerkannte Form, ohne diese groß zu hinterfragen oder zu schauen, ob sie für uns überhaupt passt: Monogamie zwischen einer Frau und einem Mann.  🔎 Wir berichten, wie wir beide vor allem im letzten Jahr die notwendige Selbstsicherheit entwickelt haben, um die gesellschaftlichen Beziehungsnormen zu hinterfragen und zu erforschen, welche anderen Möglichkeiten es noch gibt - und welche davon sich gut und passend für uns anfühlen.   🧡💛💚💙💜 Wir sprechen darüber, wie wir gelernt haben, uns zu erlauben, unterschiedliche Konzepte auszuprobieren: paralleles Dating mehrerer Menschen, offene Beziehungen, Dating mit Menschen des gleiches Geschlechts, und und und. Eine ganz wichtige Erkenntnis dabei: Wir können mehrere intime, enge Beziehungen gleichzeitig haben. Freundschaften, Liebschaften, Partnerschaften. Unsere Herzen haben Platz für emotionale Nähe und Liebe zu mehreren Menschen gleichzeitig - nicht nur mit einer Person, wie es uns die Gesellschaft beim Thema "Beziehung" so einschränkend vorgibt. 💪🧡💪 Daher wollen wir dich ermutigen: Gib dir die Erlaubnis, unterschiedliche Formen, Vereinbarungen und Elemente auszuprobieren. Mach dich dabei frei von der Sorge, was andere denken mögen, und verlier dich nicht im Worst-Case-Szenario-Denken. Nicht alles, was du ausprobierst, wird sich am Ende richtig für dich oder mit deinem Gegenüber(n) anfühlen. Aber bevor du es nicht ausprobiert hast, wirst du es nicht wissen. Und wie so oft: (gemeinsame) Kommunikation und Reflektion darüber, was dabei unsere Empfindungen, Gedanken und Ängste sind, ist absolut essentiell. Für uns zählt v.a. dass du dir selbst treu bleibst, dass du deine Bedürfnisse anerkennst und dich traust, ihnen zu folgen. Und eine Prise spielerischer Neugier kann dabei nie schaden: Entdecke neugierig die Optionen, indem du dich z.B. mit anderen austauschst. Hab Spaß beim Erforschen und Erleben der "Beziehungs-Sorten" und schau, welche dir am besten schmeckt 😉 ----------------------------------------------- Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
11 - Never settle for less
Nov 27 2021
11 - Never settle for less
>> Never settle for less In unserer vierten und letzten Folge zum Thema Grenzen geht es um Reaktionen auf ausgesprochene Grenzen und wie du damit umgehen kannst. Als erstes laden wir dich ein, dich selbst unter die Lupe zu nehmen und zu reflektieren, wie du reagierst, wenn dir Grenzen aufgezeigt werden. Dann schauen wir uns anhand von Beispielen aus unserem Umfeld an, welche guten - oder weniger guten - Reaktionen es auf ein kommuniziertes Bedürfnis oder eine Grenze gibt. Wir erinnern dich heute noch mal daran, dass die Kommunikation einer Grenze nicht selten unbequem und herausfordernd ist, und das ist voll in Ordnung. Steh für dich ein und kommuniziere sie erst recht! Und drück das entstandene Unbehagen auch einfach aus: wenn du dich verletzlich machst und die Überwindung zeigst, die es dich kostet, erhöht das oft das Verständnis und die Empathie beim Gegenüber. Und auch wenn dein Gegenüber mal nicht sonderlich empathisch reagiert oder deine Grenze nicht akzeptiert, lohnt es sich immer, für dich selbst einzustehen. Die Erfahrung, eine Person komplett loszulassen, weil unsere Grenzen und Bedürfnisse in der Beziehung zu der Person nicht gewahrt wurden, ist vielschichtig und oft sehr emotional. Denn es ist völlig normal, diese Person trotzdem noch zu schätzen, zu vermissen oder zu lieben. Hier dürfen wir uns immer wieder vor Augen führen, dass unser eigener Wert und die Wahrung unserer Grenzen das höchste Gut sind und somit gewinnen sollte. Wir sagen uns da immer gerne: "Never settle for less" - gib dich nicht mit weniger zufrieden. Grenzen reflektieren, wie sehr wir bereit sind für das Leben, was wir möchten, einzutreten. Arten der Reaktion auf kommunizierte Grenzen: ❤️ Akzeptanz. Die einzig richtige Reaktion. Egal, ob dein Gegenüber deine Bedürfnisse direkt annehmen kann oder gemeinsam an einer Lösung gearbeitet wird. Dein Bedürfnis und somit auch deine Grenze wird akzeptiert und das ist ein tolles Gefühl. 🔠 Testen. Dein Gegenüber handelt immer wieder entgegen deiner Grenze und schaut, ob du deine Grenzen aufrecht erhältst und konsequent handelst. ✋ Widerstand. Ein Ignorieren der Grenze und bewusstes Weitermachen. ❔ Hinterfragen, in der Hoffnung, dass du dich am Ende unsicher, zu viel oder schuldig fühlst. 😶 Stille. Wenn auf eine Grenz-Kommunikation überhaupt keine Reaktion kommt und du dich dafür bestraft fühlst.Die wichtigsten Punkte hier nochmal für dich zusammengefasst: 👥 Das Aufweisen von Grenzen steht und fällt damit, ob dein Gegenüber kommunikationsfähig ist. ⏰ Es ist nie zu spät (neue) Grenzen zu setzen. 🔢 Neue Grenzen müssen am Anfang mehrmals kommuniziert werden - das ist normal. ✖️ Setz dir ein Limit, wir oft eine neue Grenze überschritten und dann erneut kommuniziert werden darf. Zieh nach Erreichen des Limits die Konsequenz.----------------------------------------------- Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com
10 - Küchenchaos mit Happy End
Nov 12 2021
10 - Küchenchaos mit Happy End
>> Deine Grenzen spiegeln deine Bereitschaft wider, dich für das Leben einzusetzen, das du für dich willst. In der 3. Folge unserer Grenzen-Serie geht es darum, Grenzen zu identifizieren und kommunizieren. Also: wie merke ich, dass meine Grenze überschritten wurde oder ich ein unerfülltes Bedürfnis habe, das ich aussprechen darf? Und dann: wie kommuniziere ich eine Grenze oder ein unerfülltes Bedürfnis am besten?🧘‍♀️ Grenzen spüren:Um deine Grenzen & Bedürfnisse spüren zu können, ist es wichtig, dass du dich selbst kennst. Klingt banal und doch ist's die Königsdisziplin.Oft gibt dir auch dein Körper im Moment einer Grenzüberschreitung das Feedback dazu. Damit du das auch "hörst", ist es wichtig, dass du regelmäßig Check-In-Gelegenheiten mit dir schaffst, wo du reinspüren und reflektieren kannst.👄 Grenzen kommunizieren:Varianten, die wir vermeiden wollen:❌ Passiv: Es einfach ignorieren und nichts sagen, ist nie eine gute Lösung. Eine permanente Grenzüberschreitung zuzulassen oder ein Bedürfnis konstant zu ignorieren, wird sich früher oder später ein Ventil suchen. Ab einem gewissen Punkt nimmst du's der anderen Person ggf. übel und reagierst entsprechend über. ❌ Aggressiv: Laut, vorwurfsvoll oder zynisch zu werden oder einen Streit anzuzetteln, schafft nicht die Atmosphäre, in der dein Gegenüber bereit ist, dir zuzuhören und ihr gemeinsam konstruktiv eine Lösung finden könnt. ❌ Manipulativ: Emotionale Erpressung, Liebesentzug oder Beziehungs-"Verträge" sind Formen der Manipulation, die niemandem ein gutes Gefühl geben und dein Gegenüber zu einem Verhalten nötigen, das er/sie aus freien Stücken so nicht zeigen würde.  ❌ Passiv-aggressiv: Lass dein Gegenüber nicht unterschwellig spüren, dass etwas ist und dir dann alles aus der Nase ziehen oder vorwurfsvoll mit der Person sprechen. ✔️ Zur Erinnerung: Dein Gegenüber kann deine Gedanken nicht lesen und weiß wahrscheinlich nicht, dass bei dir gerade eine Grenze überschritten wird oder ein Bedürfnis unerfüllt ist.Daher: Sei mutig und sprich es offen und ehrlich an. Das ist respektvoll und führt am ehesten zum gewünschten Ergebnis.✊ Die Faustformel: bestimmt + klar + ehrlich + kurz✅ Bleib ruhig und sei weich zum Menschen. Dein Gegenüber hört es gerade das erste Mal. Was in dir bis hierhin abging, weiß dein Gegenüber nicht. ✅ Sprich von dir. Sprich von deinem Gefühl und sag, was dich stört oder was unerfüllt ist.✅ Sag klar, was du willst. Fokussier dich vor allem darauf, was du stattdessen willst: "Ich brauche...", "Ich erwarte...", "Ich will..."✅ Bleib kurz und prägnant. Verzichte auf lange Erklärungen und Rechtfertigungen. In der Kürze liegt die Würze.✅ Bleib da und halte aus. Es kann unbequem sein, eine Grenze auszusprechen und die Gefühle danach auszuhalten. ✅ Steh zum Gesagten und gesteh deinem Gegenüber zu, dass es ggf. einen Moment Bedenk- und Verarbeitungszeit braucht.In der nächsten Folge, dem letzten Teil der Serie, schauen wir uns wieder anhand von Beispielen aus unserem Leben die letzten beiden Schritte an: Schritt 3 - Mit welchen Reaktionen muss ich rechnen? Und wie geh ich damit um? Schritt 4 - Wie stell ich sicher, dass meine gesteckte Grenze/ mein geäußertes Bedürfnis auch respektiert wird? ----------------------------------------------- Du hast Fragen, Anregungen oder Feedback für uns? Schreib uns gern!Instagram: spuerst_dus_schon_podcastEmail: spuerstdusschon@gmail.com