Vitalpin: "Be/r\gegnungen"

Vitalpin

Gespräche über Tourismus mit Zukunft von und mit Theresa Haid, Geschäftsführerin von Vitalpin - der Bewegung für Menschen und Unternehmen im deutschsprachigen Alpenraum, die von und mit dem Tourismus leben.

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Karl Rose | Energiekrise: Was kommt. Was bleibt. Was (nie mehr) sein wird.
Sep 28 2022
Karl Rose | Energiekrise: Was kommt. Was bleibt. Was (nie mehr) sein wird.
Der Winter kommt. Übertriebene Panik ist fehl am Platz. Planung hingegen nicht. Denn ja, es ist zu kurzfristig für Betriebe, auch im Tourismus, um jetzt noch reagieren, um jetzt noch Energiepreise abfedern zu können. Die Weichen für diese Saison sind bereits gestellt, und ganz egal, wie sich die Situation weiter entwickeln wird, ist eines so gut wie sicher: Günstiger werden Gas, Strom und Co. vorerst nicht werden. Insbesondere der Gaspreis werde nie wieder so billig sein wie vor dieser Krise, sagt Universitätsprofessor Karl Rose. Als einstiger Chefstratege von Shell sowie der Abu Dhabi National Oil Company, Direktor des Weltenergierates und nunmehriger Aufsichtsrat der OMV und der Energie Steiermark erklärt der Experte in Episode #17 des Vitalpin-Podcast bergegnungen, was in Sachen Energie auf uns zukommen wird.   Aktiv werden.  Auf das, was kommt, können wir zu einem nicht unerheblichen Teil mittelfristig reagieren, ist Rose überzeugt. Denn es gibt zum einen gangbare Alternativem zum Erdgas – selbst Erdöl und Kohle –, zum anderen birgt diese Krise, wieder einmal, die Chance, den eigenen Tellerrand zu überblicken und nicht nur die eigene Suppe umzurühren. „Never waste a Crisis“ zitiert der Experte Winston Churchill. Gerade jetzt gelte es, sich neu aufzustellen, Entscheidungen zu treffen. Nicht nur darüber, ob sich – als exemplarisches Beispiel – das Beheizen der Hallenbäder diesen Winter lohnen wird, sondern darüber, wie man sie künftig wirtschaftlich betreiben kann. „Es ist durchaus möglich und dazu würde ich auch raten, dass die Tourismusindustrie von einem passiven Energiekonsumenten zu einem aktiven Teilnehmer wird, zu einem Produzenten, der mit diesen Unwägbarkeiten umgehen kann.“ Es geht um Strategieentwicklung. Und die braucht ein Big Picture.  Big Picture.„Wir durchleben aktuell einige große Transformationen, nicht nur im Energiebereich, sondern wir werden auch gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich sehr große Übergänge zwischen jetzt und 2100 haben“, sagt Rose. „Wir sollten versuchen, andere Perspektiven zu gewinnen, von außerhalb auf die (Tourismus-)Industrie zu schauen. Das geling einem nur dann, wenn man Menschen zuhört, die nicht Teil der Industrie sind.“ Dass dieser Winter für den alpinen Tourismus eine Sackgasse wird, glaubt Rose nicht. Die Sehnsucht nach Alltagsflucht sei gerade in Zeiten wie diesen ein Antrieb, der die Betten und Pisten füllen kann und seiner Meinung nach auch wird.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Karl Rose | Energiekrise: Was kommt. Was bleibt. Was (nie mehr) sein wird.
Sep 28 2022
Karl Rose | Energiekrise: Was kommt. Was bleibt. Was (nie mehr) sein wird.
Der Winter kommt. Übertriebene Panik ist fehl am Platz. Planung hingegen nicht. Denn ja, es ist zu kurzfristig für Betriebe, auch im Tourismus, um jetzt noch reagieren, um jetzt noch Energiepreise abfedern zu können. Die Weichen für diese Saison sind bereits gestellt, und ganz egal, wie sich die Situation weiter entwickeln wird, ist eines so gut wie sicher: Günstiger werden Gas, Strom und Co. vorerst nicht werden. Insbesondere der Gaspreis werde nie wieder so billig sein wie vor dieser Krise, sagt Universitätsprofessor Karl Rose. Als einstiger Chefstratege von Shell sowie der Abu Dhabi National Oil Company, Direktor des Weltenergierates und nunmehriger Aufsichtsrat der OMV und der Energie Steiermark erklärt der Experte in Episode #17 des Vitalpin-Podcast bergegnungen, was in Sachen Energie auf uns zukommen wird.   Aktiv werden.  Auf das, was kommt, können wir zu einem nicht unerheblichen Teil mittelfristig reagieren, ist Rose überzeugt. Denn es gibt zum einen gangbare Alternativem zum Erdgas – selbst Erdöl und Kohle –, zum anderen birgt diese Krise, wieder einmal, die Chance, den eigenen Tellerrand zu überblicken und nicht nur die eigene Suppe umzurühren. „Never waste a Crisis“ zitiert der Experte Winston Churchill. Gerade jetzt gelte es, sich neu aufzustellen, Entscheidungen zu treffen. Nicht nur darüber, ob sich – als exemplarisches Beispiel – das Beheizen der Hallenbäder diesen Winter lohnen wird, sondern darüber, wie man sie künftig wirtschaftlich betreiben kann. „Es ist durchaus möglich und dazu würde ich auch raten, dass die Tourismusindustrie von einem passiven Energiekonsumenten zu einem aktiven Teilnehmer wird, zu einem Produzenten, der mit diesen Unwägbarkeiten umgehen kann.“ Es geht um Strategieentwicklung. Und die braucht ein Big Picture.  Big Picture.„Wir durchleben aktuell einige große Transformationen, nicht nur im Energiebereich, sondern wir werden auch gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich sehr große Übergänge zwischen jetzt und 2100 haben“, sagt Rose. „Wir sollten versuchen, andere Perspektiven zu gewinnen, von außerhalb auf die (Tourismus-)Industrie zu schauen. Das geling einem nur dann, wenn man Menschen zuhört, die nicht Teil der Industrie sind.“ Dass dieser Winter für den alpinen Tourismus eine Sackgasse wird, glaubt Rose nicht. Die Sehnsucht nach Alltagsflucht sei gerade in Zeiten wie diesen ein Antrieb, der die Betten und Pisten füllen kann und seiner Meinung nach auch wird.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Südtiroler LR Arnold Schuler | Neues Landestourismuskonzept: Mehr als nur ein Bettenstopp
Sep 2 2022
Südtiroler LR Arnold Schuler | Neues Landestourismuskonzept: Mehr als nur ein Bettenstopp
Egal was man liest oder welcher Diskussion man folgt: Das neue Südtiroler Landestourismusentwicklungskonzept (LTEK) scheint nur aus einem Punkt zu bestehen: dem Bettenstopp bzw. der Bettenobergrenze, die dort vorgesehen ist. Dabei umfasst das LTEK nicht weniger als 74 Seiten. Woher also kommt diese Fokussierung? Und - was steht eigentlich auf den anderen Seiten?Landesrat Arnold Schuler, unter anderem zuständig für den Tourismus, ist so etwas wie der Geburtsvater dieses Konzeptes. Auch er war überrascht, dass sich die Debatte so ausschließlich um den Bettenstopp dreht, aber: „Es ist einfach ein plakatives Thema, das in den Medien rauf und runter gespielt wurde“, sagt Schuler, der sich andererseits auch bewusst ist, dass eine Bettenobergrenze jeden Betrieb ganz unmittelbar betrifft.Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die anderen Punkte. Schon vor der Pandemie gab es in Südtirol Diskussionen über Overtourism. Und vielen TouristikerInnen ist klar, dass der Weg in die Zukunft nicht immer mehr Gäste und Betten heißen kann. Neue Strategien sind gefragt und die zeigt das LTEK auf – auch wenn längst nicht alle Details ausformuliert sind.Nachhaltigkeit und schonender Umgang mit den Ressourcen sind Themen, an denen kein Weg vorbeiführt. Die Kunst ist, sagt Arnold Schuler, mehr Wertschöpfung zu generieren, ohne ständig weiter zu wachsen. Die Grenzen seien erreicht. Nachhaltigkeit wird in Zukunft auch bei der Bewertung der Betriebe eine große Rolle spielen. Sterne gibt es dann nicht mehr für den Festnetz-Anschluss im Zimmer, sondern eben für nachhaltiges Wirtschaften. Wie Arnold Schuler mit dem LTEK einen nachhaltigen und zukunftsfitten Lebensraum für Gäste und Einheimische in Südtirol schaffen will und warum er trotz einiger Widerstände am LTEK festhält, das erzählt er im aktuellen Vitalpin Podcast.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Jakob Sterlich | Klimaschutz im Tourismus: So können Betriebe jetzt aktiv werden
Aug 1 2022
Jakob Sterlich | Klimaschutz im Tourismus: So können Betriebe jetzt aktiv werden
Es geht um 1,5 Grad Celsius. Diese kleine Zahl hat – wenn wir sie bis zum Jahr 2100 überschreiten, wenn wir unsere Emissionen nicht drastisch einschränken – gravierende Folgen für unseren Planeten. Was können wir tun? Was kann ein Tourismusbetrieb konkret bewirken? Macht ein*e Einzelne*r überhaupt einen Unterschied?Ja, sagt Jakob Sterlich, Geschäftsführer von ClimatePartner Österreich, tut er. Bereits 2019 hatten Vitalpin und ClimatePartner Österreich den KlimaInvestment Förderpreis ins Leben gerufen – die Resonanz ist gewaltig. Zahlreiche Tourismusbetriebe nahmen teil, und alle der bislang eingereichten Projekte zeigen eindrücklich: Jeder Betrieb macht einen Unterschied. Dabei geht es um echte, um gelebte Verantwortung, die insbesondere dem Tourismus – im Alpenraum einer der wirtschaftsstärksten Branchen – zufällt. Gerade deshalb hat der Tourismus auch einen sehr großen Hebel, wenn es um Klimaschutzmaßnahmen geht. Der erste Schritt für regionales Engagement, um Emissionen zu reduzieren oder zu vermeiden, liegt darin, im eigenen Betrieb bzw. im Einflussgebiet des Unternehmens aktiv zu werden. „Klimaneutralität erreicht man durch ein Zusammenspiel von drei Aktivitäten“, sagt Sterlich: das Messen der Emissionen, ihre kontinuierliche Reduktion und – im dritten Schritt – den Ausgleich, die Kompensation. Gerade letztere hat durch den öffentlichen Diskurs einen negativen Beigeschmack erhalten. Zu Recht. „Kompensation ist eine unerlässliche Maßnahme, damit wir unsere Klimaschutzziele überhaupt noch erreichen können. Wir haben zu lange gewartet, um jetzt auf einen Mechanismus, der einen globalen Klimawandel unterstützt, zu verzichten.“  Welche gangbaren Wege der Experte Tourismusbetrieben empfiehlt, wie man weiß, wieviel man überhaupt einsparen muss, um etwas zu bewirken und warum es sich lohnt, sich mit anderen zusammenzutun, das hört ihr im aktuellen Vitalpin Podcast. Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Chiara Gemperle | Generation Z: Wie Tourismusbetriebe die größte Altersgruppe der Welt für sich gewinnen können
Jul 1 2022
Chiara Gemperle | Generation Z: Wie Tourismusbetriebe die größte Altersgruppe der Welt für sich gewinnen können
Mit zwei Milliarden Menschen sind die heute 11-27-Jährigen die größte Altersgruppe der Welt – und dementsprechend interessant und relevant für Unternehmen: als Arbeitnehmer, als Kunden, als Entscheider. Und weil sie den größten Teil ihres Lebens noch vor sich haben, ist auch ihr sogenannter Lifetime-Value für Unternehmen von höchstem Wert. Doch wie genau erreicht man diese Generation? Was wollen sie, wonach streben sie und wie genau kann man sie als Mitarbeiter oder Kunden gewinnen?Das sind einige der Fragen, die podcast-Gastgeberin Theresa Haid an Chiara Gemperle richtet. Die 23-Jährige steht nicht nur stellvertretend für ihre Generation, sondern befasst sich auch beruflich damit. Als Mitarbeiterin der Schweizer Beratungsagentur ZEAM hilft sie Unternehmen dabei, junge Menschen zielgruppengerecht anzusprechen. Etwa über TikTok, denn das ist laut Chiara derzeit das angesagteste Medium, um Botschaften passgenau zu vermitteln: Kurze Videoclips, am besten von Jungen für Junge, alles online. Die Generation Z kennt keine Grenze zwischen realer und digitaler Welt und vielleicht liegt gerade auch in dieser Grenzenlosigkeit der Freiheitsdrang dieser jungen Menschen begründet, den Chiara als klares Merkmal definiert. Bleibt bei all der Lust nach Leben noch etwas Lust zum Arbeiten übrig? Work-Life noch in Balance oder schlägt die Waage eindeutig in Richtung Freizeit aus? Chiara dreht den Spieß um: Wer den jungen Menschen einen Sinn aufzeigt, ihnen verdeutlicht, warum ihr Job wichtig ist, der weckt auch ihre Lust am Arbeiten. Job also nicht mehr als reiner Broterwerb, sondern vielmehr als sinnstiftendete Tätigkeit. Und Sinn biete, so die gelernte Hotelfachfrau, auch ein Job als Kellnerin, wenn man es entsprechend kommuniziert: Die Relevanz des Tuns aufzeigen, genau das müssen Recruiter und Personalsuchende in den Vordergrund stellen. Was außerdem wichtig ist, um die Generation Z ins Boot zu holen und welche Ideen Chiara diesbezüglich insbesondere für Unternehmen im Tourismus hat, das hört ihr in dieser Podcast-Folge.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Wolfgang Kleemann | Crowdinvesting: Ein neues Finanzierungssystem für den Tourismus?
Jun 20 2022
Wolfgang Kleemann | Crowdinvesting: Ein neues Finanzierungssystem für den Tourismus?
Money makes the world go round… das wissen und schätzen wir alle! Im alpinen Tourismus zeigen sich aufgrund von Krisen, Teuerungen und mangelndem Innovationscharakter in der Finanzierung aber immer öfter Ecken und Kanten. Wie sich die Finanzsituation der Tourismusbetriebe aktuell wirklich gestaltet, diskutiert unsere Gastgeberin Theresa Haid mit dem Touristiker und Bänker Wolfgang Kleemann. Er ist als Koch in die Branche gestartet und hat sich nach der Gründung eines eigenen Hotels in Wien zum langjährigen Generaldirektor der Hoteliers- und Tourismusbank hochgearbeitet. Wer könnte die aktuelle Lage also besser einschätzen als er?So startet Wolfgang Kleemann das Interview auch mit einer spannenden Aussage: “Wir unterschätzen die gesamte Situation in ihrer Problematik.” Corona sei nicht das Schlimmste, was der Branche passieren konnte – das wirklich große Problem kommt erst auf uns zu! Neben einem eklatanten Mangel an Mitarbeiter*innen, explodieren die operativen Kosten. Viele Betriebe können ihre Investitionen nicht stemmen und Planrechnungen gehen nicht mehr auf. Darüber hinaus gibt es im Finanz- und Investitionsbereich Regelungen und Rahmenbedingungen, die es Banken unmöglich machen, Unternehmen zu unterstützen. Ein zentrales Problem stellt hier das schwindende Eigenkapital der Betriebe dar: Kein Eigenkapital, keine Bankfinanzierung. Keine Bankfinanzierung, noch weniger Eigenkapital, schlussfolgert Kleemann. Unter diesem Kreislauf leidet die Liquidität. “Wenn ein Drittel der Tourismusbetriebe ein negatives Eigenkapital aufweist, dann werden diese Betriebe in Zukunft unfinanzierbar sein.” Um dieses Problem zu lösen, braucht es kreative und innovative Finanzlösungen, aber, so Kleemann weiter: “Wir haben bis jetzt jeden Innovationscharakter aus Finanzierungen und Förderungen herausgehalten. Wir haben es verschlafen!”Die Lösung sieht unser Gesprächspartner darin, private Geldgeber*innen dazu zu motivieren, in den Tourismus zu investieren. Crowdinvesting ist eine geeignete Möglichkeit. Welche weiteren Ideen und Tipps Wolfgang Kleemann für Tourismusbetriebe hat, um die angespannte Finanzsituation zu lösen, hört Ihr im aktuellen Podcast. Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Manfred Pinzger | Das Südtiroler Landestourismuskonzept: Viel Lärm um nichts?
Jun 2 2022
Manfred Pinzger | Das Südtiroler Landestourismuskonzept: Viel Lärm um nichts?
In Südtirol wurde ein neues Landestourismuskonzept beschlossen, das verbindliche Obergrenzen für die Bettenkapazitäten vorsieht. Kaum veröffentlicht, sorgte das Konzept für hohes Interesse und rege Diskussionen. Gemeinsam mit Manfred Pinzger, Präsident des Südtiroler Hoteliers- und Gastwirte-Verbandes, ist unsere Gastgeberin Theresa Haid der Frage nachgegangen, wie die Touristiker*innen in Südtirol selbst das Konzept sehen. Was ist gelungen, wo gibt es Schwierigkeiten und wo liegen noch nicht ausgeschöpfte Potenziale?Eines ist klar: “Wir müssen für die Zukunft Änderungen zulassen.” Der oft geäußerte Leitsatz ‘Qualität vor Quantität’ hat definitiv seine Berechtigungen. Dennoch ist es bei genauerer Betrachtung nicht immer einfach, dieses Mehr an Qualität klar zu benennen. Aber auch die Quantität darf man nicht schlecht reden, denn ein gewisses Volumen braucht es schließlich für eine florierende Tourismusregion. Nicht zuletzt bringt der hohe Qualitätsanspruch zumeist starke bürokratische und urbanistische Hindernisse mit sich. Wie so oft geht es also um die Details! Aus Sicht von Manfred Pinzger hat das neue Konzept noch einen ungelösten Arbeitsauftrag: bestehenden kleinen Familienbetrieben Perspektiven aufzuzeigen. Gerade junge, motivierte und engagierte Menschen brauchen das, um das Potenzial der Tourismusregion zu heben. Als Region braucht es Antworten auf die vielen Zukunftsfragen und genau bei diesen Detailregelungen setzt die Interessenvertretung an. Es müssen Möglichkeiten und Entwicklungsszenarien erarbeitet werden, die von der heutigen Jugend ausgestaltet werden. Wie würde Manfred Pinzger selbst bei der Erarbeitung eines solchen Konzeptes vorgehen? Was wäre ihm wichtig? Wie sieht er die schwierige Lage der Mitarbeitersuche und -bindung und wo erkennt er noch ungenutztes Potenzial in der Region? All das und noch viele spannende Details hört Ihr in der aktuellen Podcast-Episode.  Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Christian Clerici | Mobilität im Tourismus: Mit Strom gegen den Strom?
May 20 2022
Christian Clerici | Mobilität im Tourismus: Mit Strom gegen den Strom?
Wird man unsere „Auto-Welt“ in zehn Jahren nicht mehr wiedererkennen? Legen wir mit der Erfindung und Entwicklung von Elektromotoren den Grundstein für eine bewusstere Art der Mobilität? Fährt ein Großteil von uns 2032 bereits elektrisch auf Urlaub? – In ihrem aktuellsten Podcast befragt Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid den E-Mobilitäts-Experten Christian Clerici, was hinter den Mythen pro/contra E-Mobilität steckt und ob der E-Hype auch die Tourismusbranche erfassen wird. Als Mitglied des Management-Teams von Vibe, einem Unternehmen, das E-Autos im Abo anbietet, hat der Fernsehmoderator und Autorennfahrer dazu eine klare Position: „E-Mobilität läutet eine Verkehrswende ein. Sie trägt maßgeblich zu einem Umzudenken bei, denn die Menschen beginnen zu erkennen, dass es noch etwas anderes als den Verbrennungsmotor gibt.“ Mit dem erhobenen Zeigefinger oder der Stigmatisierung von Verbrennungsmotoren sei dies nicht zu erreichen. Im Interview verrät er, warum seine Liebe zu PS-starken Autos, die ihm den ungeliebten Spitznamen „Benzinbruder“ eingebracht hat, nicht in krassem Widerspruch zur E-Mobilität steht und wo er die großen Chancen von E-Autos sieht. Gerade in hochsensiblen Regionen wie den Alpen, wo man mit Parametern wie Sauberkeit und Ruhe wirbt, zeigt sich für Christian Clerici das enorme Potential von geräusch- und geruchsloser Mobilität. Im Podcast erfahrt ihr außerdem, wie Tourismusbetriebe mit e-mobilitäts-freundlichen Investitionen zu nachhaltigen Vorbildern werden können.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Anita Zehrer | Familienbetriebe: Rückgrat der alpinen Wirtschaft oder Auslaufmodell?
May 5 2022
Anita Zehrer | Familienbetriebe: Rückgrat der alpinen Wirtschaft oder Auslaufmodell?
Wer übernimmt unseren Familienbetrieb? Mit dieser quälenden Frage sind in den nächsten Jahren rund 5000 Tiroler Tourismusbetriebe konfrontiert. Die Jungen müssen entscheiden, ob es in ihr Lebenskonzept passt, mit einer Übernahme in die Fußstapfen der Eltern zu treten. Was braucht es für sie, damit ein Weiterführen attraktiv genug ist? Eine 80-h-Woche und rund um die Uhr erreichbar sein - das klingt für viele nicht gerade wie ein Traumjob. Verlieren wir das Rückgrat und die Identität unserer alpinen Wirtschaft?Ob die Tochter oder der Sohn an der Weiterführung interessiert sind, ob der Trend zur externen Übergabe anhält und wie man den Prozess sensibel angeht, erörtert Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid in der neuesten Podcast-Episode mit ihrem Gast Anita Zehrer. Als Professorin am Management Center Innsbruck und Leiterin des Zentrums Familienunternehmen kennt sie die Chancen und Herausforderungen bei den Übergaben - wenn die Wertvorstellungen der Generationen aufeinanderprallen und emotional die Fetzen fliegen.Anita Zehrer weiß, wie Familienunternehmen ticken: „Meistens scheitern Übergaben nicht am betriebswirtschaftlichen Thema, sondern an nicht sachlichen Dingen.“ Da gibt es oft Ängste, dass die Nachfolger*innen überfordert sind. Es fehlt das Vertrauen, man hängt zu sehr an seinem „Lebensprojekt“, in das man sein ganzes Herzblut gesteckt hat oder man ist sehr traditionell eingestellt und schreckt sich vor Innovationen. Im Podcast erfahrt ihr, wie ihr den spannenden Prozess der Betriebsübergabe proaktiv & positiv gestaltet und Fehler und Konflikte bestmöglich vermeidet.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Hannes Royer | Du bist, was du isst?! Landwirtschaft und Tourismus zwischen Erwartung und Realität
Apr 21 2022
Hannes Royer | Du bist, was du isst?! Landwirtschaft und Tourismus zwischen Erwartung und Realität
„Mit Gemüse aus dem eigenen Garten und Fleisch vom Bauern nebenan“ – so etwas ähnliches lesen wir oft in Speisekarten und bekommen ein gutes Gewissen: nachhaltige Lebensmittel und obendrein noch Unterstützung der lokalen Kreisläufe, besser geht es doch nicht. Aber ist das wirklich so?Was landet wirklich auf den Tellern und wo kommen die Lebensmittel in vielen alpinen Tourismusorten her? Wie viel „Österreich“ steckt wirklich in einem steirischem Backhendlsalat – kommt da wirklich etwas aus der Steiermark, oder nur der Name? Genau über diese Fragen und das Thema Regionalität von Lebensmitteln spricht Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid in der neuesten Podcast Episode mit ihrem Gast Hannes Royer. Er ist nicht nur Landwirt in Schladming, sondern auch Gründer des Vereins „Land schafft Leben“, der Bewusstsein für den Wert heimischer Produkte schaffen will.Hannes Royer lässt mit seiner Forderung nach mehr Wahrheit und einer besseren Kommunikation aufhorchen. Zwar habe die Pandemie ein enormes Bewusstsein für die Versorgungssicherheit geschaffen und das Thema der regionalen Ernährung im positiven Sinne explodieren lassen, doch laut einer Umfrage glauben die allermeisten, österreichische Produkte serviert zu bekommen, dabei sind es am Ende weniger als 10% der Nahrungsmittel.Im Podcast erfahrt ihr, welche Rolle der Preis, die Verfügbarkeit und die Logistik in diesem Szenario spielen und wie die Situation von Tourismus und Landwirtschaft verbessert werden kann. Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Christian Baumgartner | Ressourcenverbrauch: Unser Leben auf Pump
Apr 7 2022
Christian Baumgartner | Ressourcenverbrauch: Unser Leben auf Pump
Es ist kein Zufall, dass sich diese Folge der Vitalpin #bergegnungen ausgerechnet in der Woche des diesjährigen World Overshoot Days in vielen europäischen Ländern mit dem Thema Ressourcenschutz beschäftigt. Jeder weiß es: Wir kratzen längst an den Reserven unserer Erde. Tourismus wird oft als Teil des Problems gesehen, aber er muss auch zur Lösung beitragen. Doch wie geht Ressourcen sparen und zugleich Komfort bzw. Bequemlichkeit beizubehalten? Innovationen und Ideen sind gefragt. Mehr denn je.Um das zu besprechen hätte unsere Gastgeberin Theresa Haid wohl keinen besseren Gesprächspartner als Christian Baumgartner finden können. Immerhin ist er nicht nur Professor für nachhaltigen Tourismus an der FH Graubünden, sondern auch Vizepräsident der Internationalen Alpenschutzkommission (CIPRA).Gemeinsam besprechen sie, warum der Value Action Gap gerade im Ressourcenschutz ein verflixtes Problem ist und wie man das sehr komplexe Themenspektrum der Nachhaltigkeit in einfacheren Häppchen aufbereiten kann. Der Experte verrät, wo er im Tourismus den größten Handlungsbedarf sieht und warum v.a. der raumplanerische Aspekt mehr Aufmerksamkeit im alpinen Tourismus braucht. Interessant ist auch die Frage, wie Hochburgen des alpinen Tourismus nachhaltiger werden können. Laut Christian Baumgartner brauche es vorrangig Mobilitätskonzepte, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Die große Herausforderung sei, möglichst viele Gäste zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Im Podcast liefert er kleine, aber effektive Umsetzungstipps… Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Klaus Kobjoll 1 | Mitarbeiterorientierung als Schlüssel zur Gästebegeisterung: Warum Mitarbeitende wichtiger sind als Gäste
Mar 11 2022
Klaus Kobjoll 1 | Mitarbeiterorientierung als Schlüssel zur Gästebegeisterung: Warum Mitarbeitende wichtiger sind als Gäste
Mut und Zuversicht braucht es in der aktuellen Situation mehr denn je – vor allem auch, wenn es um ein Thema geht, das Experten als eine der größten Herausforderungen für die alpine Tourismusbranche bezeichnen: In der aktuellen Podcast-Episode beschäftigt der Fachkräftemangel Theresa Haid und ihren Gast Klaus Kobjoll. Er ist nicht nur Gründer des Schindlerhof in Nürnberg, sondern auch Vordenker, wenn es um die Mitarbeiterfrage im Tourismus geht. Das Seminarhotel Schindlerhof zählt zu den erfolgreichsten Häusern dieser Art in Deutschland. Das Erfolgsrezept dahinter? „Die Mitarbeiter wichtiger zu nehmen als den Gast. Weil sie ja entscheiden, wie sie die Gäste begeistern“, bringt es Klaus Kobjoll auf den Punkt und lässt damit bereits tiefe Einblicke in seine Personalphilosophie zu. Er verrät nicht nur, wie er es geschafft hat in mehr als zwei Jahren voller Corona-Einschränkungen und Lockdowns keine einzige Führungskraft zu verlieren, sondern erzählt auch, warum eine starke Arbeitgebermarke unumgänglich ist und weshalb er sogar ein eigenes Fernsehstudio eingerichtet hat. Es ist ein überraschend optimistisches Gespräch über Mitarbeiterorientierung und Gästebegeisterung, mit Ideen, die Mut machen und Ansätzen, die zuversichtlich stimmen. Der zweite Teil der Doppelfolge erscheint am 25. März.Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.orgFolge Theresa Haid auf LinkedIn:
Stefan Gössling | Zukunftstaugliches Wachstum: Zwischen Nachhaltigkeit und steigender Reiselust
Jul 15 2021
Stefan Gössling | Zukunftstaugliches Wachstum: Zwischen Nachhaltigkeit und steigender Reiselust
Wie bringt man Nachhaltigkeit und Tourismuswachstum unter einen Hut? Dieser topaktuellen Frage widmet sich die zweite Folge unseres Tourismus-Podcasts „Be/r\gegnungen“. Als Gesprächspartner für Themen wie CO2-Kompensation, sanften Tourismus oder Overtourism hat Theresa Haid diesmal Herrn Prof. Dr. Stefan Gössling eingeladen. Er ist Professor für Tourismus an der Linnéuniversität in Kalmar, Schweden, und führt gemeinsam mit seiner Frau einen ökologischen Ferienbauernhof auf Öland.Gerade nach einer längeren Zeit mit Reisebeschränkungen wächst die Reiselust und die Sehnsucht nach unbeschwertem Freizeitvergnügen. Um Urlaubsreisen für die breite Masse zu ermöglichen, hat man in den letzten Jahrzehnten vielerorts massentaugliche Konzepte und Kapazitäten geschaffen, die allerdings zunehmend hinterfragt werden. Der Urlaub in den Alpen bleibe weiterhin ein unschlagbares Produkt, meint Professor Gössling. Und in einer zunehmend unsicheren Welt werde Europa auch in Zukunft zu den Gewinnern des touristischen Wachstums gehören. Allerdings müsse dieses Wachstum neu gedacht werden, um bis 2050 die geforderten Nullemissionen zu erreichen.Welche Strategien es dazu gibt, warum sanfter Tourismus relativ und Wachstum per se nicht negativ ist und was Bernie Sanders damit zu tun hat – all das und noch einiges mehr gibt’s im neuen Podcast zu hören. Wie immer ist es höchst spannend, über den Tellerrand zu blicken und internationale Ideen und Erfahrungsberichte miteinzubeziehen. Wir laden euch herzlich dazu ein, hinzuhören, einzutauchen und euch inspirieren und motivieren zu lassen!Auf euer Feedback freut sich: theresa.haid@vitalpin.org Mehr Informationen auf: www.vitalpin.org Folge Theresa Haid auf LinkedIn:
Der Alpentourismus und die Pandemie: Ein Symptom, viele Rezepte
Jun 9 2021
Der Alpentourismus und die Pandemie: Ein Symptom, viele Rezepte
Das schwierigste Tourismusjahr der Nachkriegszeit steht im Mittelpunkt unserer Podcast-Premiere „Be/r\gegnungen“. Sie ist dem Alpentourismus während und nach der Pandemie gewidmet und lässt renommierte Tourismusfachleute, politische Entscheidungsträger und Stakeholder zu Wort kommen. Die Alpenländer und -regionen Schweiz, Österreich, Deutschland und Südtirol haben zum Teil sehr unterschiedlich auf die Herausforderungen durch COVID-19 reagiert.  Jetzt – im Nachhinein – macht es Sinn, die einzelnen Herangehensweisen und ihre Auswirkungen genauer zu betrachten und daraus zu lernen.Gäste von Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid sind diesmal die folgenden Persönlichkeiten:   Marcus Caduff, Regierungsrat für Volkswirtschaft und Soziales im Kanton Graubünden, Prof. Dr. Harald Pechlaner, Tourismusforscher an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und am Eurac Research in Bozen sowie  Hannes Parth, erfahrener Touristiker aus Ischgl und Vitalpin-Obmann.Sie beantworten die Fragen, was die Schweiz besser gemacht hat oder ob der Tourismus wirklich ein Pandemie-Treiber war. Sie beleuchten die Rolle der Medien und der Politik, verweisen auf bisher vernachlässigte Stakeholder und überlegen, wie ein „Tourismus mit Zukunft“ aussehen könnte.  Ihr erfahrt dabei auch Interessantes über die unterschätzte Verteilfunktion von Skigebieten, die negativen Seiten des sanften Tourismus und die positiven Auswirkungen der Pandemie auf die Tourismusgesinnung der einheimischen Bevölkerung.Es macht Spaß, diesen Visionären beim Denken zuzuhören. Also: Hört hinein und – noch besser – taucht ein, lasst euch inspirieren und motivieren! Ich freue mich auf euer Feedback: theresa.haid@vitalpin.orgMehr Informationen auf: www.vitalpin.org Folge Theresa Haid auf LinkedIn: